Verbrechen

Mutmaßlicher Gewalttäter vorläufig festgenommen

Im Fall eines versuchten Tötungsdelikts klickten jetzt im Ammerland die Handschellen. Die Polizei nahm einen 40-Jährigen vorläufig fest. Bild: Pixabay

Im Fall eines versuchten Tötungsdelikts klickten jetzt im Ammerland die Handschellen. Die Polizei nahm einen 40-Jährigen vorläufig fest. Bild: Pixabay

Von Astrid Fertig

Der Mann hatte vorige Woche eine 33-Jährige in ihrem Haus in Bad Zwischenahn angegriffen. Dabei hatte er Spuren zurückgelassen. Ein Abgleich mit Genmaterial, das der Polizei vorliegt, brachte einen Treffer. Der Mann wird nun einem Haftrichter vorgeführt.

Ammerland/Oldenburg - Einen Fahndungserfolg hatte jetzt die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland: Im Zusammenhang mit dem versuchten Tötungsdelikt, das vor zehn Tagen in Bad Zwischenahn verübt wurde, nahmen Polizisten jetzt einen Tatverdächtigen vorläufig fest. Das teilte Polizeisprecherin Sandra Rost mit. Die Polizei hatte die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Weil das Opfer sich gewehrt hatte, sei der Mann vermutlich an der Hand verletzt. Wem jemand mit einer solchen Verletzung aufgefallen sei, deren Ursache sich nicht nachvollziehen lasse, der sollte sich bei der Inspektion melden.

Tatsächlich hat allerdings kein Hinweis aus der Bevölkerung zu dem Tatverdächtigen geführt, sondern DNA-Spuren. Am Tatort hatte der Mann genetische Spuren zurückgelassen. Ein Abgleich mit Genmaterial, das der Polizei vorliegt, führten zu einem Treffer und damit zur Identifizierung des Tatverdächtigen.

Keine Angaben zum Motiv

Wie die Polizeisprecherin ausführte, handelt es sich dabei um einen 40-jährigen Mann, der im Landkreis Ammerland seinen Wohnsitz hat. Nachdem das Untersuchungsergebnis der Polizei vorlag, wurde er „im Nahbereich seiner Wohnanschrift“ vorläufig festgenommen und am Freitag dem Haftrichter vorgeführt.

Zu seiner Motivlage machte der Mann keine Angaben. An einer Hand hatte er - wie anhand der Spurenlage am Tatort vermutet - eine frische Verletzung. Die Ermittlungen dauern an.

Ermittlungen dauern an

Zu den Hintergründen der Tat könne derzeit noch keine Aussage getroffen werden, sagte Rost. Auch dazu, in welcher Beziehung der Mann möglicherweise zu dem Opfer steht, könnten keine Angaben gemacht werden.

Der Mann hatte die 33-Jährige in der Nacht zum 13. November in deren Wohnung im Bad Zwischenahner Ortsteil Rostrup angegriffen, nachdem sie ihn dort entdeckt hatte. Als sie sich wehrte, war er geflüchtet. Die sofort eingeleitete Fahndung nach ihm, bei der auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, war zunächst erfolglos geblieben. Daraufhin hatte die Inspektion eine Ermittlungsgruppe gebildet, der es jetzt gelungen ist, den Mann zu fassen.

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